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Als die Staatsanwaltschaft im Juli vergangenen Jahres Ryanair-Basen an mehreren deutschen Flughäfen durchsucht, sucht sie nach Beweisen für eine bereits jahrelang andauernde Ermittlung. Sie vermutet hinter dem Beschäftigungsmodell von Ryanair Steuer- und Sozialbetrug. Und nicht nur sie: Auch in Italien, Frankreich und Großbritannien haben Staatsanwälte, Steuerbehörden und Sozialversicherungsträger das Beschäftigungsmodell von Ryanair im Visier.

Ermittlungen gegen Personaldienstleister und Piloten

In den meisten Ländern richten sich die Ermittlungen bislang gegen Personaldienstleister, die für Ryanair arbeiten, und gegen zahlreiche Piloten. Nicht gegen Ryanair selbst, so auch in Deutschland.

Es geht um ein Beschäftigungsmodell, mit dem Ryanair einen großen Teil seiner Piloten und Crews kostengünstig einsetzen kann. Ein ausgeklügeltes System aus englischen und irischen Personaldienstleistern, hunderten von irischen Pilotenfirmen und europäischen „Betriebsstätten“. Völlig legal – nach irischem Recht – wie Ryanair immer wieder betont.

Mehr Kunden als Lufthansa, Air France oder British Airways

Die 1985 gegründete irische Fluggesellschaft ist nach Passagierzahlen inzwischen das größte Unternehmen in der europäischen Flugbranche und beförderte im letzten Jahr rund 117 Millionen Kunden. Mehr als Lufthansa, Air France oder British Airways. Mit ihrem Geschäftsmodell aus wenig Luxus, schnelleren Umlaufzeiten, zusätzlichen Einnahmequellen und kreativen Beschäftigungsmodellen setzt der irische Billigflieger seit langem die ganze Flugbranche unter Druck. Inzwischen setzen auch andere Fluggesellschaften zunehmend auf ähnliche Spar- und Beschäftigungsmodelle.

Wer zahlt den Preis für billige Tickets?

Doch welche Folgen haben solche Beschäftigungsmodelle? Haben sie auch Auswirkungen auf die Sicherheit der Passagiere? Zahlt die Allgemeinheit in Wahrheit den Preis für die billigen Tickets? Und wie reagieren Politik und Behörden?

Ein Film von Jan Schmitt, Georg Wellmann und Thomas Kramer

ARD, 20.03.2017 – 22:45 Uhr  … hier

(Quelle: ARD)

Fraport entdeckt bei Routinekontrollen fehlerhafte Dachklammer-Arbeiten

(FNP14.03.2017) Wenn das Programm beendet ist, sollen die Ziegel auf fast 3000 Dächern von Gebäuden in Flörsheim und Raunheim geklammert worden sein. Damit soll verhindert werden, dass die von Flugzeugen verursachten Wirbelschleppen die Dachziegel von den Dächern fallen lassen. Dieses Szenario hatte sich seit der Landebahn-Inbetriebnahme bereits 29 Mal in Flörsheim abgespielt … weiterlesen 

 


 

Fraport-Schallschutzbericht: Ein Dokument des Versagens

Am 07.03. hat Fraport mal wieder den halb­jährlich erschei­nenden …Bericht zum Schall­schutz vorgelegt, diesmal für den Sommer 2016. Bemer­kens­wert daran ist eigent­lich nur, dass es Fraport immer schlechter gelingt, zu ver­tuschen, wie wirkungs­­los die angeb­lichen Maß­nahmen zur Lärm­reduzie­rung de facto sind.

Das beginnt schon damit, dass das zuständige Fraport-Vor­stands­mitglied, Frau Giesen, im Vorwort freund­lich lächelnd als Erfolg verkündet, „dass wir die Fluglärm­belastungen in weiten Teilen deut­lich geringer als für den Ausbau­fall prognos­tiziert halten konnten“. Man glaubt es kaum: die tatsäch­liche Zahl der Flug­bewegungen ist meilen­weit von den völlig über­höhten Aus­bau-Prog­nosen entfernt, und die Fluglärm­belastung ist „geringer als … prognos­tiziert“, aber nicht mal ganz, sondern nur „in weiten Teilen“!
Daraus muss man ja dann wohl schliessen, dass, wären die Prog­nosen wahr geworden, es jetzt schon lauter wäre „als prognos­tiziert“ – und dass genau das passieren wird, falls die Flug­bewegungen doch wieder steigen.

Und so geht es weiter. Die Zahl der Flug­bewegungen ist im Vergleich zum Sommer 2015 laut Bericht um 2,5% zurück­gegangen (tags um 3%, nachts garnicht), aber laut Fraport-Mes­sungen ist es dadurch nirgendwo leiser geworden. Im Gegen­teil weist die Tabelle auf S.9 für einige Meß­stationen im Norden und Osten Anstiege der „Flug­geräusche“ (Lärm darf man das wohl nicht mehr nennen) um 1 dB(A) aus – angeb­lich wetter­bedingt, aber eine plau­sible Erklä­rung dafür wird nicht gegeben. Frau Giesen behauptet zwar im Vorwort, dass „der Bericht Auskunft gibt“ über „Sonder­situa­tionen“ wie „zum Beispiel am 22. Juli“, aber dazu finden man auf den kümmer­lichen acht Seiten natür­lich nichts.
Der Trend ist allerdings eindeutig: die Zahl der Flug­bewegungen wird kleiner, der Lärm stagniert oder wächst – sollten nicht die Flugzeuge „immer leiser“ werden und weniger davon dann auch deutlich weniger Lärm machen?

Auf S.10/11 nochmal das gleiche Spiel: die Konturen der ‚Schutz­zonen‘, die für 701.000 Flug­bewegungen pro Jahr berechnet wurden, werden mit denen verglichen, die bei derzeit 463.000 Bewe­gungen (66%) erreicht werden, und siehe da: Letztere sind fast überall kleiner. Aber eben nur fast: im Bereich Edders­heim beult die aktuelle Kontur Tag und Nacht über die ‚Schutz­zone‘ hinaus aus, und auch in der Mitte Offen­bachs ist es nachts jetzt schon lauter als für den Ausbau prognos­tiziert. Schuld sind die stärkere Nutzung der Nordwest­abflug­route (wegen der verkorksten Südum­fliegung) und die ‚Lärm­pausen‘ (die ja eigent­lich eine Entlas­tung bringen sollten).
Und zur Verhöh­nung der aktuell stärker Belasteten lauten die Zwischen­über­schriften dieses Kapitels „Fluglärm­belastung über­wiegend deutlich geringer als prognos­tiziert“ und „Lärm­pausen­konzept bildet sich in der Nacht­kontur ab“. Wer den Schaden hat …

Und so ist es denn auch das einzige Verdienst dieses Berichts, deutlich zu machen, was von dem „immer leiser“-Geschwätz der (un)ver­ant­wort­lichen Poli­tiker zu halten ist. Schon unter beinahe opti­malen Rand­beding­ungen wird es damit nichts, und wenn Fraport mit ihrer neuen Strategie zur künst­lichen Generie­rung von Wachstum Erfolg hat, ist absehbar, dass es noch deutlich lauter werden wird. Wer mehr Ruhe haben will, muss das Geschäfts­modell der Fraport gründ­lich verän­dern.


Mit einer neuen Studie der Uniklinik Mainz wurde ein weiterer Baustein der
Wirkung von Fluglärm auf die Gesundheit erforscht. Konkret ging es um den
chemischen Mechanismus, der dazu führt, dass Blutgefäße unter dem Eindruck
von dauerhaftem nächtlichen Fluglärm geschädigt werden können.

Nähere Informationen können Sie auf dieser Internetseite abrufen: … hier


EU: Begrenzung zunehmender Luftverkehrsemissionen

(European Commission 03.02.2017) Nachdem sich die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) darauf geeinigt hat, die Emissionen aus dem internationalen Luftverkehr zu stabilisieren, ist die Kommission nunmehr dabei, das Emissionshandelssystem (EHS) der EU mit Blick auf die Eindämmung der Emissionen aus dem Luftverkehr zu überarbeiten … weiterlesen 

          

 Hier etwas zum Lachen (wenn es nicht zum Weinen wäre):

Wir haben Post bekommen! Frau Kämmerer hat uns geschrieben:

»Als verantwortlich und kritisch denkende Mitbürgerin Flörsheims schicke ich hier für Ihren Verein mal einen virtuellen Beitrag, der eigentlich vor ein paar Jahren als Witz zu mir am Arbeitsplatz gemailt wurde. Für Flörsheim ist dieser aber leider pure Realität geworden!«


https://www.youtube.com/watch?v=QJMp6HXjVI


Rasen mähen ohne Rasen

Bitte stellen Sie sich vor, dass Ihr Nachbar jeden Morgen um 5 Uhr neben Ihrem Schlafzimmer seinen Motor-Rasenmäher anwerfen und bis nachts um 23 Uhr laufen lassen darf. Er hat dazu die Erlaubnis der zuständigen Behörde erwirkt, weil sein Rasenmähen im öffentlichen Interesse sei. Nach drei Jahren stellen Sie fest, dass er überhaupt keinen Rasen neben Ihrem Haus besitzt. Zur Rede gestellt, erklärt er, dass seine persönliche Lage es ihm auch in den nächsten 6 Jahren unmöglich macht, einen Rasen anzulegen. Allerdings besteht er darauf, auch weiterhin jeden Morgen um fünf Uhr den Motor-Rasenmäher anzuwerfen und bis 23 Uhr laufen zu lassen, weil ihm das zusagt … weiterlesen


Flörsheimer-Schulte-Uhr

Am 21. Oktober 2011 um 14.30 Uhr ist auf der Nordwestlandebahn das erste Flugzeug gelandet. Mit diesem Datum beginnt für Flörsheim und die umliegenden Gemeinden eine neue Zeitrechnung. Der Verein Für Flörsheim e.V. reagiert darauf mit der hier gezeigten »Flörsheimer-Schulte-Uhr« (Dr. Schulte, Vorstandschef der Fraport AG), die angibt, wie viel Zeit seit diesem »freudigen Ereignis« bereits vergangen ist.